Kredit für Zahnersatz

Nicht jeder Patient kann die oft hohen Kosten für den Zahnersatz aus eigenen finanziellen Mitteln bestreiten. Gesetzlich Krankenversicherte erhalten von ihren Krankenkassen lediglich die sogenannten zahnärztlichen Regelleistungen, die vielfach weder qualitativ noch ästhetisch dem heutigen medizintechnischen Standard entsprechen. Aber auch bei den Privatversicherten sieht es keineswegs besser aus. Auch hier haben die Privatversicherungen Tarife vereinbart, deren finanzielle Abdeckung oftmals nur den bescheidenen Grundstandard ermöglichen. Zusätzlich erwarten die privaten Krankenversicherungen von ihren Versicherten Selbstbeteiligungen in solch einer Höhe, die allein schon deshalb die Aufnahme eines Darlehens zwingend erforderlich macht. Diejenigen unter den Verbrauchern, die eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen haben, bekommen zumindest einen Teil der Zahnersatzkosten erstattet.

Abhilfe aus dieser misslichen Lage kann letztendlich nur ein günstiger Kredit verschaffen. Auf Wunsch und je nach Bedarf kann mit diesem Darlehen sowohl der Eigenanteil der Regelversorgung als auch der Aufpreis für etwaige höherwertige Behandlungen finanziert werden. Bei dieser Art von Krediten handelt es sich im Allgemeinen um klassische Ratenkredite, die von den meisten deutschen Banken zu günstigen Konditionen an Privatkunden vergeben werden. In der Regel handelt es sich dabei um Darlehen ab einen Geldbetrag von 500 Euro, die zuzüglich der fälligen Kreditzinsen in monatlichen Raten über eine bestimmte Laufzeit hinweg an die Bank zurückgezahlt werden.

Mittlerweile bieten auch die meisten Zahnärzte ihren Patienten diverse Finanzierungsmöglichkeiten für den Zahnersatz an. Die Ärzte arbeiten dabei mit speziellen Finanzdienstleistern zusammen, die meist von den Dentallaboren, die für den jeweiligen Zahnersatz zuständig sind, subventioniert werden. Hierbei handelt es sich um eine Sonderform des Ratenkredites. Die Auszahlung dieses zweckgebundenen Kredites erfolgt dann direkt an den Zahnarzt. Auf den ersten Blick erscheinen diese Angebote als besonders günstig, aber dennoch sollte man hier genau hinschauen. Zwar wird dem Kunden eine Null-Prozent-Finanzierung versprochen, wenn sie den Kredit innerhalb von sechs Monaten ablösen, aber bei einer Überschreitung dieser Frist steigen die Zinsen signifikant an. Nicht selten sind solche vermeidlich günstigen Darlehen hinterher bis zu zehn Prozent teurerer. Das eigentliche Ziel dieser Angebote ist, den Patienten durch diese günstigen Angebote zu meist teureren Behandlungen zu verleiten, wobei ihm nur eine kurzfristige Bedenkzeit eingeräumt wird. Allerdings besteht dann die große Gefahr, dass sich die Patienten durch die kostspieligen Zahnersatzbehandlungen finanziell übernehmen.

Wie bei jedem herkömmlichen Ratenkredit nehmen die jeweiligen Banken eine Bonitätsprüfung vor. Dazu gehört der Nachweis eines regelmäßigen Einkommens, dessen Höhe über der gesetzlichen Pfändungsfreigrenze liegen muss. In der Regel gilt dies bei einem monatlichen Nettoeinkommen von mindestens 1.500 Euro. Des Weiteren erfolgt eine routinemäßige Abfrage bei der Schufa. Wird der Kredit für den Zahnersatz infolge eines Negativbescheides abgelehnt, so verleibt noch die Möglichkeit eines Kredites in Verbindung mit einer Bürgschaft oder die Gewährung von zusätzlichen Sicherheiten von Seiten des Kreditnehmers.

Wer über einen Kredit für den Zahnersatz nachdenkt, sollte den Aspekt der Kostenreduzierung nicht außer Acht lassen. Dazu gehört auch die Überprüfung der im Kostenvoranschlag aufgeführten Positionen. Hier sollte man sich keineswegs scheuen eine zweite Meinung einzuholen, entweder bei der zuständigen Zahnarztkammer oder bei der Kassenärztlichen Vereinigung. Gleichfalls unerlässlich ist ein Vergleich der Kreditkonditionen auf den entsprechenden Internet-Plattformen. Meist bieten hier die Online-Banken weitaus günstigere Zinssätze an als die klassischen Geschäftsbanken.

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